Projekt Zandernester 2025 – Fischereiverein Hard
Im Revier unseres IABS Mitgliedes Fischereiverein Hard ist der Zander seit langem ein bedeutender Raubfisch. Er fühlt sich im Gebiet wohl und fasziniert die Menschen durch sein Erscheinungsbild und seine Lebensweise.
Da der Befischungsdruck auf den begehrten Räuber durch Angler und Berufsfischer als hoch bezeichnet werden kann, hat sich der Fischereiverein Hard dazu entschlossen dieser Art über klassische Besatzmassnahmen hinaus, zu fördern.
Konkret haben engagierte Vereinsmitglieder zusammen mit der Jugendgruppe und fachkundiger Unterstützung des Landesfischereizentrums in Hard, rund ein Dutzend Nester gebaut um den Zander bei der Reproduktion zu unterstützen.
Dazu wurden im Februar 2025 in aufwändiger Handarbeit Eisengitter mit Reisig, feinen Wurzeln, Kokosmatten und Laichbürsten bespannt. Die so geschaffenen Zandernester hatten eine Fläche von knapp einem Quadratmeter und wurden an bekannten Laichplätzen im Flachwasserbereich versenkt.
Wie nachgelagerte Überprüfungen zeigten, wurden die Nester erfolgreich angenommen und es darf auf einen starken Zandernachwuchs gehofft werden. Die versenkten Zandernester wurden auch entsprechend mit Bojen markiert um Störungen zu vermeiden.
Denn wichtig ist, dass von den Zandenestern und Zanderlaichplätzen ausreichend Abstand gehalten wird um das Laichgeschehen nicht negativ zu beeinträchtigen. Dies betrifft zum einen die Dauer der gesetzlichen Schonzeit, aber auch immer mehr die Randzeiten, da sich die Laichzeiten witterungsbedingt teils stark nach vorne oder hinten verschieben können. Konkret heisst dies am Bodensee: besondere Achtung zwischen März und bis in den Juni hinein. Der Zandermilchner – zumeist deutlich dunkel bis schwarz gefärbt und daher leicht zu erkennen – bewacht instinktiv das Gelege und verjagt/verbeisst jeden Eindringling.
Zu dieser Zeit wäre es ein Leichtes einen Zander zu fangen. Dies machen die verantwortungsbewussten Angler jedoch nicht da es nicht waidgerecht wäre und zudem auch äußerst schädlich was die kommende Zandergeneration angeht. Wird ein Zandermilchner nämlich vom Nest weggefangen/entfernt, so geht es in der Regel nur wenige Sekunden bis die nährstoffreichen Eier auf dem Gelege von Laichräubern (Kaulbarsch, Aal & Co) verpeist werden und das Gelege zerstört ist. (Es gibt somit einen guten Grund weshalb der Zander das Nest bewacht).
Dem Projekt des Fischereiverein Hard wünschen wir weiterhin viel Erfolg und danken allen Beteiligten für ihren Einsatz! Es bleibt zu hoffen dass diese bewährte Art von Unterstützungsmassnahmen weiter salonfähig werden und zur Nachahmung motivieren.





